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Langestreckter Ort in unmittelbarer Nachbarschaft der Stadt Inca, bis 1842 zur Gemeinde Binisalem gehörend. Schmucke und stattliche Häuser und die Hübschen Jardines March kennzeichnen das Bild dieser kleinen Ortschaft. Sie ist bekannt für ihre Schuhfabrikation, Orangenkulturen und das Kunsthandwerk, das wie die Landwirtschaft eine lange Tradition hat. Allerdings trägt die seit etlichen Jahren sich ausbreitende Baustoff- und Zementindustrie nicht gerade zur Verschönerund der Landschaft bei. Pfarrkirche Lloseta, der Geburt der Jungfrau Maria Geweiht, der heutige Bau wurde 1937 auf einer älteren Anlage errichtet. Vor der christlichen Eroberung stand hier bereits ein Betshaus. Im Inneren das sehenswerte Bild der Jungfrau von Lloseta in romanischem Stil ( 11. oder 12. Jh.) Casa Ayamans, direkt neben der Kirche; Herrenhaus aus dem 17. Jh. , von einem gepflegten Garten umgeben; im Besitz der Familie March und von dieser vollständig renoviert. |
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Die Gemeinde Inca erstreckt sich über eine Fläche von 58,3 km² In der Gemeinde Inca leben 21.129 Personen, womit die Bevölkerungsdichte bei ca. 362 Einwohnern pro km² liegt. Die Bewohner von Inca nennen sich in der mallorquinischen Heimatsprache „inquer“ (die weiblichen „inquera“). Die mittleren Niederschläge betragen in diesem Gebiet 800-900 l pro Quadratmeter im Jahresdurchschnitt, wobei im Oktober mit ca. 85 Litern pro Quadratmeter die meisten Niederschläge fallen. Die regenärmste Zeit ist im Juli mit nur ca. 7,5 Litern. Zu dieser Gemeinde gehören vier Erhöhungen, von denen der Puig de Minyó mit 307 m der höchste ist, und der Puig de Cal Senyor mit 176 der niedrigste. Ein Teil der Bevölkerung der Gemeinde Inca hat keine Schulbildung (ca. 494 Personen). Grundschulbildung haben ca. 7544 Personen und etwa 3877 Personen besitzen die Mittlere Reife. Ungefähr 750 Personen haben Berufsausbildungen unterschiedlichen Grades. Mit Gymnasialabschluss gibt es in der Region Inca ca. 1056 Personen und ca. 436 mit einem Mittleren Universitätsabschluss. Etwa 300 Personen tragen einen höheren akademischen Titel. Der Großteil der Gemeinde Inca liegt in dem sogenannten „Pla d´Inca“, im Inca-Tal. Charakteristisch für diese Gegend ist das flache Land und der fruchtbare Boden. Hier entstanden große Mandelbaumfelder, die an einigen Stellen durch Gemüsefelder und Orangenbaumbestand unterbrochen wurden, und natürlich auch durch Ortschaften, Wohngegenden und Industriegebiete. Lediglich am nördlichen Rand der Gemeinde befinden sich einige Erhöhungen, wo sich die Mandelbaumfelder mit Johannisbrotbaumfelder abwechseln. Hier befinden auch Steineichenwälder und an den Hängen Gebüchbestand. Im südlichen Teil der Gemeinde, schon an der Grenze zu Llubi ist dichter Steineichenwaldbestand, wahrscheinlich der dichteste Waldbestand auf diesem Teil der Insel. Obwohl diese Gemeinde nicht zu den größten der Insel gehört, gibt es im ländlichen Teil einige Herrenhäuser, die architektonisch wertvoll sind, so zum Beispiel Son Vivot, Son Fuster, Son Bordils, Son Ramis, Son Vic und Son Perelló. Außerhalb der Ortschaft ist ein kirchliches Gebäude, das hervorzuheben ist, die Kapelle des Puig de Santa Magdalena. Es ist im gotischen Stil gebaut, wobei das äußere Bauwerk chronologisch aus späterer Zeit stammt. In dem Ort selber befinden sich widerum einige nennenswerte Gebäude mit religiösem Charakter, so zum Beispiel die Gemeindekirche Santa María la Mayor, vom XVIII. Jahrhundert, das Kloster Santo Domingo, ehemals des Dominikanerordens, das Franziskanerkloster, das sich innerhalb der Ortschaft auf einer kleinen Erhöhung befindet. Diese Bauten zeugen von der großen Bedeutung die Inca in der „part forana“ bis zum XVII. Jahrhundert hatte. Die Struktur der Innenstadt ist nicht systematisch erfolgt, aufgrund der großen modernen Baumaßnahmen in der zweiten Hälfte des XX. Jahrhunderts. Nicht desto trotz gibt es architektonisch interessante Bauten, wie zum Beispiel die alte Kaserne des Generals Luque, die Stierkampfarena und das Teatro Principal. In der Gegend des Einkaufs- und Verwaltungszentrums sind auch einige nennenswerte Bauten, so das Celler Can Amer, Can Ripoll, Cas Xigarro, Sa Travessa und s ´Hostalet. Obwohl es sich hierbei heutzutage um Restaurants handelt, haben sie die ehemalige Struktur beibehalten. Inca ist das Zentrum der Lederwarenindustrie. Berühmt sind der Markt am Donnerstag, der schon seit 700 Jahren stattfindet, und die zahlreichen Kellerkneipen. Auf dem Klosterberg Puig d`Inca liegt die kleine Einsiedelei mit einem Kirchlein, das den Heilligen Paulus und Antonius, geweiht ist. Gutes Restaurant ( tgl. außer Di ). Binibona besteht zwar nur aus einer Handvoll alter Bauernhäuser, doch die Fahrt dorthin bietet hübsche Impressionen. In der Nähe des Dorfs liegen zwei excellente Landhotels: Els Albellons und Es Castell.Von Inca bietet sich ein Ausflug zum Kloster Lluc an. |
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Die Gemeinde Binissalem hat eine Fläche von 29,8 km² mit 4.885 Einwohnern (1996). Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 163,9 Personen pro km². Drei niedrigere Berge gehören zu dieser Gemeinde, wobei Penyal des Bous mit 408 m der höchste ist, und Sa Talaia mit 309 m der niedrigste. 1991 waren 87,91% der Einwohner Mallorquiner, 10,17% kamen aus anderen spanischen Provinzen und nur 1,93% waren Ausländer. Die höchste Einwohnerzahl wurde 1981 mit 5.063 Einwohnern notiert. Der Name Binissalem stammt aus dem arabischen Namen ”Banu Salam” oder ”Banu Salim”, was so viel heißt wie ”Söhne des Friedens” oder ”Söhne des Salim”. Der Name Binissalem wurde in dieser Form erstmals im XVI Jahrhundert vermerkt. Der Großteil dieser Gemeinde liegt im flachen Teil Mallorcas. Der nördliche Teil grenzt an den Ausläufern der Serra de Tramuntana, so dass man hier zwei komplett unterschiedliche Landschaften geniesst. Im nord-westlichen Teil befindet sich Olivenbaumbepflanzung, die sich dem Puig de Bellveure entlang aufreiht. Dagegen steht des Rest der Gemeinde, der sich in das Tal von Inca hineinstreckt, und sich durch einen fruchtbaren Boden auszeichnet. Dieser Teil Mallorcas ist landschaftlich nicht besonders hervorzuheben, denn hier sind nur Bodenflächen aneinandergereiht, an denen Wein und Getreide angebaut wird. Durch das unterirdische Wasservorkommen ist dieses Gebiet fruchtbar und man kann höchstens große Grünflächen bewundern. Die größten Kunstschätze dieser Gemeinde sind ohne Zweifel die Gebäude in der Gemeinde Binissalem. Der Großteil der Bauten sind mit dem Binissalem Stein aus der Gegend gebaut. Es können auch Weinkeller besichtigt werden, die aus dem Binissalem Stein gebaut sind. Die Einheit dieser Gebäude und Keller geben ein beeindruckendes Gesamtbild ab, ausgehend von der Kirche ”Nostra Senyora de Rubines”. Rubines war auch der Name der Stadt Binissalem in der Zeit vom XIII bis zum XVI Jahrhundert. Binissalem ist die mallorquinische Hauptstadt des Weins. Der Wein aus dieser Region ist als einziger der Insel durch die Ursprungsbezeichnung ”Denominación de origen” geschützt. Urkunden zufolge wurde hier bereits im 14. Jh. In beträchtlichem Umfang Wein gekeltert. Die Weinproduktionstieg erheblich im XIX. Jahrhundert, nachdem die Reblaus aus Amerika nach Frankreich eingeschleppt worden war und dort viele Weinberge vernichtete. Der Aufschwung wurde gebremst, als um 1900 die Reblaus auch auf Mallorca auftrat. Fast alle Rebkulturen fielen diesen Schädlingen zum Opfer. Erst nach der Einführung der resistenten, jedoch als minderwertig geltenden Amerikanerrebe, begann der Weinbau wieder aufzuleben. Erst in den 80ger Jahren begann sich der Qualitätsgedanke im Weinbau wieder durchzusetzen, nicht zuletzt bedingt durch die touristische Nachfrage. Die Amerikanerrebe ist heute praktisch verschwunden. Auf den 1200 ha Anbaufläche, die sich zum größten Teil in dieser Gemeinde befinden, werden heute hochwertige Weine angebaut. In Binissalem werden das ganze Jahr über Niederschläge registriert. Der trockenste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 10,1 l/m². Die höchste Niederschlagsmenge verzeichnet man im Oktober mit 80,9 l/m². Der meiste Regen in Binissalem fiel am 25 Januar 1991, wo 104,6 l/m² gemessen wurden. Der Großteil der Bevölkerung besitzt entweder keine Schulbildung (1.007 Einwohner), einen Grundschulabschluß (1.346 Einwohner), die Mittlere Reife (1.036 Personen) und die meisten (2.023 Personen) in dieser Gemeinde haben Abitur gemacht. Freitags ist Wochenmarkt auf dem Kirchplatz. Gefeiert wird Sant Jaume (Dorffest): 25 Juli, Fideus des Vermar, am Donnerstag vor der Weinlese und Festa des Vermar, letzten Sonntag im September. |